„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebr 13,14)

 

Gedanken zur Jahreslosung 2013 von Landesbischof Ulrich Fischer

Jahreslosung 2013

Seit meiner Kindheit ist mir das Wort aus dem Hebräerbrief vertraut. Über dem Eingang des Bauernhofes in unserer Nachbarschaft stand in goldenen Buchstaben: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Als Kind habe ich nur die kunstvolle Schrift auf dem Holzbalken bewundert, später staunte ich: Ein Bauersmann, der wie kein anderer davon lebt, dass er seine Felder bleibend bewirtschaftet, erinnert sich mit diesen Worten an die Vorläufigkeit allen Lebens auf dieser Erde. Seitdem ist mir dieses Wort wichtig als memento mori, als Erinnerung an die eigene Sterblichkeit.

Eine neue Bedeutung erlangte dieses Wort für mich, als wir für die Zukunft unserer Landeskirche nach biblischen Leitbildern suchten. Der Hebräerbrief malt das Bild vom wandernden Gottesvolk und er zeichnet damit die Kirche als eine Kirche im Unterwegssein. Die Arbeit in der Kirche gleicht einer großen Baustelle, die nie abgeschlossen ist. Wir bauen an dieser Kirche, um Menschen in ihnen „Heimat auf Zeit“ zu bieten. Solange die Kirche noch nicht an ihrem Ziel ist, gleicht sie einer Stadt, in der immer wieder abgerissen und neu aufgebaut wird, bis wir einst die zukünftige Stadt erreichen - die ewige Heimat, die Gott seinem Volk verheißen hat.

Ulrich Fischer, Landesbischof

Hinweis: Die Jahreslosungskarte ist beim GAW-Baden erhältlich

       

      Vertonung der Jahresloung 2013 von Heinz Janssen

      Liedblatt Jahreslosung 2013

       

      Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.
      Hebräer 13,14

      Auch für 2013 hat Kirchenrat i.R. Heinz Janssen die Jahreslosung vertont. Der Text aus Hebräer 13,14 beschreibt einen Weg der Hoffnung. Ziel ist die himmlische Stadt Jerusalem. Der 4/4-Takt weist auf das zuversichtliche Gehen der Kinder Gottes auf diesem Weg. Die Jahreslosung kann bei unterschiedlichen Anlässen gesungen werden: als Zuspruch nach dem Kyrie, als Zuruf zwischen den Fürbitten oder im Zusammenhang mit dem Segen.