Kirche für Gehörlose und Schwerhörige

 

Sehen - Hören - VERSTEHEN

Sie selbst oder Ihre Angehörige sind Taub oder schwerhörig?
Sie sind an kirchlicher Gemeindearbeit in Gebärdensprache interessiert und suchen Gemeinschaft?
Sie benötigen Beratung und Begleitung, um in deutscher Schriftsprache mit Ämtern, Ärzten oder kirchlichen Behörden Ihre Anliegen zu klären?
Oder Sie überlegen als Verantwortliche in der Gemeinde, wie Sie Taube oder schwerhörige Menschen künftig (noch) besser einbeziehen können?
Mit diesen genannten Anliegen - und vielen weiteren in diesem Zusammenhang - sind Sie hier genau richtig.

Augenblick mal!

Die Kurzandacht in Gebärdensprache
Videoandacht in Gebärdensprache (DGS)
Hier sind alle Video-Andachten zu finden.
 

Unser Angebot für schwerhörige und Taube Menschen

Auf unseren Seiten bekommen Sie einen Überblick über unsere kirchlichen Angebote. Sie finden die regelmäßigen Gottesdienste in Gebärdensprache. Mitglieder aller Konfessionen sind dazu eingeladen. Es wird parallel gesprochen und gebärdet.
Wir freuen uns über Ihren Besuch.
  

Aktuelle Gottesdienstangebote im Gebiet der Badischen Landeskirche

Kirche in Gebärdensprache
Kath. Kirche St. Lioba, Mannheim
So. 26.04.2026
11:15 Uhr
Heidelberg
Ökumenisches Projekt-Team
Dolmetscherin DGS vor Ort
betreute FM-Anlage vorhanden
 
St. Lioba
Mannheim-Waldhof
Gottesdienst in Gebärdensprache Offenburg_Paul-Gerhard-Haus
So. 26.04.2026
14:00 Uhr
Offenburg
Prädikantin Lilo Michael
Gottesdienst in Laut- und Gebärdensprache (LBG)
anschließend Kaffee und Kuchen, Austausch und Spiele
Paul-Gerhard-Haus/ Clubraum (Aufzug/ 5. Stock)
Offenburg
Gottesdienst in Gebärdensprache Heidelberg
So. 03.05.2026
15:00 Uhr
Heidelberg
Ökumenisches Gottesdienst-Team
 
Peterskirche Heidelberg
Diakonin Merrit Diederichs
So. 10.05.2026
14:30 Uhr
Lörrach
Diakon in Ruhe Siegfried Kamprad (Vertretung)
 
Friedenskirche Lörrach
Lörrach
Gottesdienst in Gebärdensprache in Lörrach, Friedenskirche, Diakonin Merrit Diederichs
So. 10.05.2026
14:30 Uhr
Lörrach
Diakon in Ruhe Sigfried Kamprad (Vertretung)
Friedenskirche Lörrach
Lörrach
Konfirmanden, Inklusion, Friedensgemeinde Pforzheim, Gehörlose, Gebärdensprache
Do. 14.05.2026
10:30 Uhr
gebärdeter Gottesdienst
Diakoniepfarrerin Martina Walter
 
Pforzheim, Altstädter Kirche
Pforzheim
Gottesdienst in Gebärdensprache in Karlsruhe
So. 17.05.2026
14:30 Uhr
Karlsruhe
Prädikant Stefan Heidland mit Kaffeehelfer*innen
 
Karlsruhe, Lukaskirche
Karlsruhe
Gottesdienst in Gebärdensprache Offenburg_Paul-Gerhard-Haus
So. 31.05.2026
12:00 Uhr
Offenburg, Frühlingsfest mit Mittagessen
Prädikantin Lilo Michael; Frühlingsfest
Gottesdienst in Laut- und Gebärdensprache (LBG)
anschließend Kaffee und Kuchen, Austausch und Spiele
Paul-Gerhard-Haus/ Clubraum (Aufzug/ 5. Stock)
Offenburg
Kirche, katholisch, Mannheim, St. Nikolaus, Gebärdensprach-Gottesdienst, Gehörlosenseelsorge, Schwerhörigenseelsorge, DGS, LBG, Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige
So. 31.05.2026
15:00 Uhr
Heidelberg
Ökumenisches Gottesdienst-Team
 
Mannheim, St. Nikolaus
Mannheim-Herzogenried
Kapelle, Schlierbach
So. 07.06.2026
15:00 Uhr
Heidelberg-Schlierbach, Gutleuthofweg 2a
Ökumenisches Gottesdienst-Team
 
 
Gutleuthofkapelle HD-Schlierbach
Diakonin Merrit Diederichs
Sa. 13.06.2026
14:30 Uhr
Freiburg
Diakonin Merrit Diederichs
 
Haus der Hörgeschädigten, Freiburg-Vauban
Freiburg i.Br.
Gottesdienst in Gebärdensprache in Karlsruhe
So. 14.06.2026
14:30 Uhr
Karlsruhe
Prädikant Stefan Heidland mit Kaffeehelfer*innen
 
Karlsruhe, Lukaskirche
Karlsruhe
Gottesdienst in Gebärdensprache in Lörrach, Friedenskirche, Diakonin Merrit Diederichs
So. 14.06.2026
14:30 Uhr
Lörrach
Diakonin Merrit Diederichs
 
Friedenskirche Lörrach
Lörrach
Gottesdienst in Gebärdensprache Offenburg_Paul-Gerhard-Haus
So. 28.06.2026
14:00 Uhr
Offenburg
Prädikantin Lilo Michael
Gottesdienst in Laut- und Gebärdensprache (LBG)
anschließend Kaffee und Kuchen, Austausch und Spiele
Paul-Gerhard-Haus/ Clubraum (Aufzug/ 5. Stock)
Offenburg
Kirche, katholisch, Mannheim, St. Nikolaus, Gebärdensprach-Gottesdienst, Gehörlosenseelsorge, Schwerhörigenseelsorge, DGS, LBG, Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige
So. 28.06.2026
15:00 bis 16:00 Uhr
Heidelberg
Ökumenisches Gottesdienst-Team
 
Mannheim, St. Nikolaus
Mannheim-Herzogenried
Gottesdienst in Gebärdensprache Heidelberg
So. 05.07.2026
15:00 Uhr
Heidelberg
Ökumenisches Gottesdienst-Team
 
Peterskirche Heidelberg
Diakonin Merrit Diederichs
Sa. 11.07.2026
14:30 Uhr
Freiburg
Diakonin Merrit Diederichs
 
Haus der Hörgeschädigten, Freiburg-Vauban
Freiburg i.Br.
Ökumenisches Gottesdienst-Team für Gehörlose Bruchsal
So. 12.07.2026
14:00 Uhr
Bruchsal
Pfr. i. R. Horst Nasarek
+ Diakon Ralf Edinger
 
Bruchsal, Martin-Luther-Haus
Bruchsal
Gottesdienst in Gebärdensprache in Karlsruhe
So. 12.07.2026
14:30 Uhr
Karlsruhe
Prädikant Stefan Heidland mit Kaffeehelfer*innen
 
Karlsruhe, Lukaskirche
Karlsruhe
Gottesdienst in Gebärdensprache in Lörrach, Friedenskirche, Diakonin Merrit Diederichs
So. 12.07.2026
14:30 Uhr
Lörrach
Diakonin Merrit Diederichs
 
Friedenskirche Lörrach
Lörrach
Konfirmanden, Inklusion, Friedensgemeinde Pforzheim, Gehörlose, Gebärdensprache
So. 19.07.2026
09:30 Uhr
Pforzheim
Diakoniepfarrerin Martina Walter
 
Pforzheim, Altstädter Kirche
Pforzheim
Gottesdienst in Gebärdensprache Offenburg_Paul-Gerhard-Haus
So. 26.07.2026
14:00 Uhr
Offenburg
Prädikantin Lilo Michael
Gottesdienst in Laut- und Gebärdensprache (LBG)
anschließend Kaffee und Kuchen, Austausch und Spiele
Paul-Gerhard-Haus/ Clubraum (Aufzug/ 5. Stock)
Offenburg
Kennen Sie schon unseren Gemeindebrief „AUGENBLICKE“?  
Er erscheint zweimal im Jahr. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der katholischen Fachstelle für Sinnesbehinderungen im Seelsorgeamt der Erzdiözese Freiburg. Darin finden Sie Berichte über kirchliche Veranstaltungen. Sie erfahren, was wir für das nächste halbe Jahr planen. Und wir informieren über die Personen, die sich für Taube, schwerhörige und taubblinde Menschen in der Kirche einsetzen. 
Mit einem Klick auf das Titelbild können Sie die aktuelle Ausgabe auf Ihrem Bildschirm lesen.
Sie wollen den Gemeindebrief regelmäßig digital zugeschickt bekommen?
Dann bitte diesem Link folgen.
 
Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen für gebärdensprachlich orientierte Kirchenmitglieder finden Sie hier:
 
 
 
 
https://youtu.be/YKMXCKxrQ74
 
Ein tolles Fortbildungsangebot für Gebärdensprach-kompetente Menschen:
 
Hier können Sie sich über die Arbeit der Gehörlosenmission in einer Schule für gehörlose Kinder und Jugendliche in Mwanga/ Tansania informieren:
 
 
 
 
 
 
 
Wir arbeiten mit einem Schutz-Konzept.
Alle sollen sich bei uns wohl fühlen. 
Darum setzen wir uns aktiv für Grenzachtung und Gewaltschutz ein.
Informieren Sie sich mit einem Klick auf das Bild rechts darüber.
Unser Gewaltschutzkonzept ist seit März 2025 gültig und für alle Gebärdensprach-Gemeinden auf dem Gebiet der Evangelischen Landeskirche in Baden eingeführt.
 

Unsere kirchlichen Beratungsstellen

Für Menschen mit beeinträchtigtem Hörvermögen bieten wir gezielte Sozialberatung an. Über die aufgelisteten Kontakte finden Sie Hilfe, die ganz auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter lassen sich auf Ihre persönliche Gebärdensprach-Kultur ein. Sie versuchen zu verstehen. Sie begleiten und unterstützen gerne. Eine Auflistung der Unterstützungs-Angebote finden Sie unter dieser Überschrift. Auch in einem Gebärdenvideo wird dort alles erklärt.
 

Unsere Dienststelle

Das Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige finden Sie in Heidelberg-Neuenheim.
Hier stellen wir Ihnen vor, was Sie von uns erwarten können.
Claudia Thoß (Sekretärin) und Bernhard Wielandt (Pfarrer) begrüßen Sie vor Ort herzlich.

Adresse & Kontaktdaten:

Evangelische Landeskirche in Baden
Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige
Schröderstr. 101, 69120 Heidelberg
Tel.: 06221 475342
Fax: 06221 402074
Mail: deaf@ekiba.de

Unsere Öffnungszeiten

Montag         9:30 - 11:30   13:00 - 15:00
Donnerstag   9:30 - 11:30   13:00 - 16:00
Wir sind auch zu den üblichen Geschäftszeiten telefonisch gut zu erreichen.
Gesprächstermine nach Vereinbarung.
 

Sie wollen regelmäßig über unsere Gottesdienste und Veranstaltungen informiert werden?

Wir nehmen Sie gern in den E-Mail-Verteiler für unsere Rundschreiben auf.
Wir schicken Ihnen auch unseren Gemeindebrief oder andere Schriften zu.
Zur Speicherung Ihrer Kontaktdaten benötigen wir Ihr Einverständnis.
Bitte füllen Sie dazu dieses Formular aus:
Und schicken Sie es an unsere Adresse:
Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige
Schröderstr. 101
69120 Heidelberg
oder per Mail an:
deaf@ekiba.de
  

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende!

Unterstützung für Gehörlose und Schwerhörige
Wir bieten Seelsorge, Gottesdienste, Kasualien und kostenfreie Sozialberatung in Gebärdensprache an. Viele ältere Gehörlose und Schwerhörige haben große gesellschaftliche Benachteiligungen erfahren, niedrige Bildungsabschlüsse und schlechte Einkünfte.
Darum sind sie unendlich dankbar für soziale Anerkennung, neue Bildungschancen und jede Form gelingender Kommunikation und geschenkter Gemeinschaft.
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie eine hoch spezialisierte kirchliche Bildungs- und Sozialarbeit für Menschen, die viel besser sehen als hören, aber gleichzeitig das Herz am rechten Fleck haben.
Wir im Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige freuen uns über Ihre Unterstützung!
 

Unser Angebot für Betroffene in den örtlichen Kirchengemeinden

Wir unterstützen Sie auch dabei, am kirchlichen Leben in Ihrer Heimatgemeinde teilzunehmen. Sollten Sie im Rahmen von Gottesdiensten, Andachten und kirchlichen Amtshandlungen das Gebärdensprachdolmetscher, Schriftdolmetscher, Dolmetscher für Leichte Sprache oder Taubblindenassistenten benötigen: Wir vermitteln Ihnen Personen, die vor Ort kommen und übersetzen. Die Finanzierung übernimmt in den den Jahren 2026 und 2027 die Evang. Landeskirche in Baden.
Antragsformular:
 
Für kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Pfarrgemeinden oder Bezirke teilen wir unsere Erfahrungen von kirchlicher Arbeit mit Schwerhörigen. Zusammen mit den Fachleuten vom Referat Bau, Kunst und Umwelt im Evangelischen Oberkirchenrat unterstützen wir beim Thema „Hören in der Kirche“.
Wir beraten auch im Bereich mobiler Hörhilfen in Kirchen, sowie Gruppen- oder Veranstaltungsräumen.
Mehr zum Thema finden Sie auf hier.
 

 
Eröffnungsgottesdienst Seniorentag Mannheim 2025

So finden Sie uns/ Unsere Adresse lautet:

Landespfarramt
für Gehörlose und Schwerhörige
Schröderstr. 101
69120 Heidelberg

Unsere Arbeit

Im Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige in Heidelberg widmen wir unsere Aufmerksamkeit den Bedürfnissen und gemeindlichen Erfordernissen von Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Das können sie von uns erwarten:
- persönliche Seelsorge in Gebärdensprache
- Gottesdienste und Gemeindeangebote in Gebärdensprache
- gemeinsame Zeitfenster und Begegnungsorte für Gehörlose und Schwerhörige
- Beratung von kirchlichen Gremien und von Verantwortlichen in den Gemeinden
- fachlicher Austausch mit allen Verantwortlichen für gebärdensprachliche Gottesdienste in Baden
- Kontaktpflege zu den kirchlichen Kolleginnen in der EKD (= Evangelische Kirche in Deutschland).
- Netzwerkarbeit mit zahlreichen Vertretern und Vertreterinnen außerkirchlicher Institutionen, die sich für Gehörlose und Schwerhörige stark machen.
 

Was uns antreibt. Oder: Warum wir tun, was wir tun.

Kirchliches Leben nimmt Gestalt an durch Menschen. Sie begegnen sich mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen. Und bereichern sich gegenseitig mit verschiedenen Fähigkeiten. Dabei bedienen sie sich zahlreicher Mittel, um sich zu verständigen. Manchmal stehen nicht alle Wege für eine gelingende Kommunikation zur Verfügung. Dann ist es gut, von einschränkenden Persönlichkeitsmerkmalen zu wissen. Und wie man sie befriedigend überwinden kann. Eine gute Verständigung entscheidet oft über gelingende Teilhabe und Teilgabe. Betroffen sind alle Menschen, die sich über die Lautsprache nur schwer oder gar nicht verständigen können.
 

Barrierefrei Hören - wie geht das?

Kirche für Gehörlose und Schwerhörige nutzt verschiedene Formen von Gebärdensprache und setzt auf den Einsatz von technischen Hilfsmitteln. Ziel ist immer die bestmögliche Verständigung. So wird auch bei individuellen auditiven Einschränkungen Einheit gestiftet und barrierefreies Teilnehmen und Mitwirken ermöglicht.
Als Kirche in Gebärdensprache achten wir die unterschiedlichen Bedürfnisse und sprachlichen Gewohnheiten gehörloser oder schwerhöriger Gemeindemitglieder. Wir achten ihre eigene Sprachkultur und versuchen Brücken zu bauen zur Welt der Hörenden.
Gleichzeitig lernen wir auch immer wieder neu dazu. Um uns in der Seelsorge oder in der Sozialberatung einzufühlen. Und um auf die besondere Lebenswelt sowie auf die Rechte von Menschen mit Einschränkung des Hörvermögens aufmerksam zu machen.
 

Kontaktpersonen Landespfarramt

Leitung des Landespfarramtes für Gehörlose und Schwerhörige
  

Herr Bernhard Wielandt

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Landeskirchlicher Beauftragter
Büro Landespfarramt
  

Claudia Thoß

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Sekretariat
Ansprechperson für Südbaden
  

Merrit Diederichs

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Gemeindearbeit in Freiburg und Lörrach & Religionsunterricht am SBBZ Stegen
 

Für unsere Gottesdienst-Angebote sind verantwortlich:

  
für Heidelberg, Mannheim und den Rhein-Neckar-Raum
Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Landeskirchlicher Beauftragter
  
für Bruchsal
  
für Karlsruhe
  
für Offenburg und die Ortenau

Lilo Michael

Prädikantin
07824 3862
  
für Freiburg und Lörrach

Merrit Diederichs

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Gemeindearbeit in Freiburg und Lörrach & Religionsunterricht am SBBZ Stegen

Warum Gottesdienste in Gebärdensprache?

In der Badischen Landeskirche gibt es die unterschiedlichsten Gottesdienstformate. Von der Idee her und nach dem Anspruch der einladenden Gemeinden und Gremien, sind diese offen für alle. Neben dieser weitläufig vorhandenen gastfreundlichen Haltung, ist manchmal zusätzlich die Sensibilität für besondere Teilhabe-Bedürfnisse notwendig. Seitens der Gastgeber braucht es den Willen, sich auch auf gesonderte Lebenssituationen einzulassen. Dabei ist es nicht einfach, sich immer nach den Menschen mit den höchsten Einschränkungen zu richten. Und die Betroffenen selbst wollen ihre Rechte nicht immer mühsam einfordern müssen.
 
 

Von der gastfreundlichen Grundhaltung zum zielgerichteten Angebot

Neben den allgemeinen Anstrengungen um eine barrierefreie Gemeindearbeit bieten wir für unsere Zielgruppe auch Gottesdienste in Gebärdensprache an. Teilnehmende sind Gehörlose und Schwerhörige. In ihrem privaten Umfeld kommunizieren sie in Gebärdensprache. Unsere Verkündigung geschieht auch lautsprachlich. Wir orientieren uns dabei an leichter Sprache.
Gebärdensprache ist nicht einheitlich.  Wir achten auch auf vor Ort jeweils vorherrschende gebärdensprachliche Gewohnheiten. Traditionell wird in vielen badischen Gottesdiensten in Gebärdensprache eine lautsprachlich orientierte Form der Gebärden verwendet.
 

Welche Gebärdensprachen gibt es?

Die Lautsprachbegleitenden Gebärden (LBG) nutzen den Vorteil, dass die Gebärden dem gesprochenen Wort folgen. LBG wird daher überwiegend von Schwerhörigen verwendet. In der Regel sind sie mit der deutschen Schriftsprache gut vertraut. Biblische und liturgische Texte lassen sich so besonders leicht zusammen mit hörenden Gottesdienstteilnehmern gemeinsam sprechen und gebärden.
Die Verwendung einer selbständigen Gebärdensprache ist in Deutschland lange Zeit von Schulen und Behörden unterdrückt worden. Gehörlose sollten auch gegen ihren eigenen Willen die Laut- und Schriftsprache lernen. Erst 2002 wurde die Deutsche Gebärdensprache (DGS) als eigenständige Sprache in Deutschland rechtlich anerkannt. Heute wird DGS in der Kultur der Gehörlosen wieder vermehrt mit Stolz und Selbstbewusstsein verwendet. DGS bedient sich einer eigenen Grammatik. Sie ist eine lebendige Sprache. Sie entwickelt sich laufend weiter. Die deutsche Lautsprache und DGS unterscheiden sich in Grammatik und Syntax. 
An den verschiedenen Gottesdienstorten in Baden werden sowohl LBG als auch DGS verwendet. Bitte erkundigen Sie sich bei den jeweiligen Gottesdienstverantwortlichen, wie an den jeweiligen Orten gebärdet wird.
 

Welche Gebärdensprache wird verwendet?

Kirche in Gebärdensprache nimmt diese beiden verschiedenen Gebärdensprach-Kulturen auf. In unseren Gottesdiensten richten wir uns nach den Bedürfnissen der Anwesenden. Alle Lieder, liturgischen Texte, biblischen Lesungen und freien Elemente der Verkündigung werden mit Gebärden verbunden.
Auch Menschen mit beeinträchtigtem Hörvermögen treffen sich gern mit anderen, die sich über Gebärden miteinander verständigen. Aus einem großen Umkreis kommend, bilden sie eine Gemeinde auf Zeit. In Verbindung mit den Gottesdiensten fördern wir daher die Gemeinschaft und den Austausch. An vielen Gottesdienstorten schließt sich ein geselliger Teil an.
 

Sie sind herzlich willkommen!

Verantwortliche für Gottesdienste in Gebärdensprache in Baden
Wir laden alle ein, die gern mit anderen Gehörlosen oder Schwerhörigen zusammen Gottesdienst feiern wollen. Uns verbindet unser christlicher Glaube. Und die Ausdruckskraft der Gebärden.
Alle Orte und angebotenen Termine gebärdensprachlicher Gottesdienste finden Sie im Anschluss:
  
Bildgalerie Gottesdienstorte in Baden
Altstadtkirche Pforzheim
Altstadtkirche Pforzheim_außen
Altstädter Str. 25
Friedenskirche Lörrach
Friedenskirche Lörrach_außen
Bächlinweg 2
Friedenskirche Loerrach_innen
Friedenskirche Lörrach_innen
Bächlinweg 2
Kapelle, Schlierbach
Haus der Hörgeschädigten, Freiburg
Haus der Hörgeschädigten Freiburg_außen
Marie-Curie-Straße 5
Haus der Hoergeschädigten Freiburg_innen
Haus der Hörgeschädigten Freiburg_innen
Marie-Curie-Straße 5
Gehörlosen-Zentrum des GL-Vereins Alt Heidelberg
Heinz-Micol-Zentrum Heidelberg_außen
Märzgasse 3
Heinz-Micol-Zentrum Heidelberg
Heinz-Micol-Zentrum Heidelberg_innen
Märzgasse 3
Lukaskirche Karlsruhe Innenansicht
Lukaskirche Karlsruhe_innen
Hagenstr. 7
Lukaskirche Karlsruhe
Lukaskirche Karlsruhe_außen
Hagenstr. 7
Evang. Gemeindehaus Luthergemeinde Bruchsal
Martin-Luther-Haus Bruchsal_außen
Luisenstr. 3
Evang. Gemeindehaus Luthergemeinde Bruchsal
Martin-Luther-Haus Bruchsal_innen
Luisenstr. 3
Paul-Gerhardt-Haus Offenburg
Paul-Gerhardt-Haus Offenburg_innen
Louis-Pasteur-Straße 12
Clubraum (Aufzug/ 5. Stock)
Paul-Gerhardt-Haus Offenburg
Paul-Gerhardt-Haus Offenburg außen
Louis-Pasteur-Straße 12
Clubraum (Aufzug/ 5. Stock)
Peterskirche Heidelberg
Peterskirche Heidelberg_außen
Plöck 70
Peterskirche Heidelberg_Altarraum
Peterskirche Heidelberg_innen (Altarraum)
Plöck 70
Kath. Kirche St. Lioba, Mannheim
Kath. Kirche St. Lioba
Speckweg 173
68305 Mannheim
Kirche, katholisch, Mannheim, St. Nikolaus, Gebärdensprach-Gottesdienst, Gehörlosenseelsorge, Schwerhörigenseelsorge, DGS, LBG, Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige
Kathol. Kirche St. Nikolaus
Hansastraße 1
68169 Mannheim-Herzogenried
Altstadtkirche Pforzheim Innenansicht
Altstadtkirche Pforzheim_innen
Altstädter Str. 25
 

Die Evangelische Landeskirche in Baden bietet schon seit vielen Jahren eine fachlich qualifizierte Sozialberatung für Gehörlose und Schwerhörige an.
Unsere Besonderheiten: Wir sind auf die Lebenssituation, die Teilhabe-Bedürfnisse und Rechte von Gehörlosen und Schwerhörigen spezialisiert.
Und: Wir kommunizieren in Gebärdensprache, sodass wir unmittelbar verstehen, begleiten und unterstützen können. Wir wissen uns in dieser Arbeit eng verbunden mit dem Diakonischen Werk in Baden und Württemberg, mit der katholischen Schwesterkirche, sowie mit weiteren freien Trägern.
Das folgende Video erklärt die Arbeit der Beratungsstellen in Gebärdensprache:

 
 

Was leisten unsere Sozialberatungen?

Das können Sie von unserer Sozialberatung erwarten:
  • Beratung zum Thema Hörbehinderung, Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit
  • und technischen Hilfen
  • Zusammenarbeit mit Gebärdensprachdolmetscher*innen
  • Erklärung komplizierter und rechtlicher Angelegenheiten
  • Unterstützung bei der Beantragung von Geld- und Sachleistungen
  • Förderung von Erziehungskompetenz
  • Beratung und Begleitung zu Erziehungshilfen
  • Beratung zu Partnerschaft, Trennung und Scheidung
  • Beratung bei Altersfragen
  • Zusammenarbeit mit gesetzlichen Betreuungsdiensten
  • Kooperationen mit Selbsthilfegruppen u. anderen Beratungsstellen
  • Begleitung zu Fachdiensten, zum Beispiel bei Sucht und psychischer Erkrankung
  • Unterbringung in Einrichtungen
  • Beratung und Hilfen bei persönlichen Notlagen
  • Vermittlung:
    • zu Integrationsfachdiensten bei beruflichen Fragen
    • zu Schuldnerberatungen bei finanziellen Krisen
 

Auf folgende Standards haben wir uns selbst verpflichtet:

Der gehörlose oder schwerhörige Mensch ist Experte für seine eigenen Belange, d.h. er wird während der Beratung an der Gestaltung des Hilfsangebots und des Hilfeprozesses beteiligt. Dabei nehmen die Sozialberaterinnen und Sozialberater eine unterstützende Rolle ein, sodass der oder die Ratsuchende immer selbst für das eigene Handeln verantwortlich bleibt. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in den Sozialberatungsstellen sehen ihre Arbeit als Hilfe zur Selbsthilfe. Durch die Partizipation der gehörlosen und schwerhörigen Menschen in Form von Mitgestaltung und Mitsprache wird ihre Autonomie gestärkt bzw. bleibt gewahrt.
Zusätzlich sind folgende Standards für unsere Arbeit selbstverständlich:
  • Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch ein Studium fachlich qualifiziert
  • Beraten werden alle erwachsenen Menschen mit Hörbehinderung, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und/oder sexueller Orientierung
  • Unsere Sozialberatungen sind auf folgende Sachverhalte spezialisiert:
    • Deutsche Gebärdensprache (DGS)
    • Lautsprachbegleitende Gebärden (LBG)
    • Umfassende sozialrechtliche Kenntnisse, insbesondere bezüglich Nachteilsausgleich und Teilhabe behinderter Menschen
    • Die besonderen Lebenswelten der Klienten
    • Psychosoziale Folgen einer Hörbehinderung in den unterschiedlichen Sozialisationssettings
    • Interkulturelle Kenntnisse sowohl in Bezug auf Gehörlosenkultur als auch auf Migration
  • Es gilt die Schweigepflicht (nach §203 StGB).
  • Die Bestimmungen der Datenschutz­-Grundverordnung (DGSVO) werden eingehalten.
  • Die Sozialberatung ist für die Klientinnen und Klienten kostenfrei.
  • Komm- und Gehstruktur in der Beratung: Dazu gehören Termine in der Beratungsstelle, Hausbesuche und Begleitung zu anderen Diensten und Einrichtungen.
 

Unsere Beratungsstellen und Kontaktpersonen finden Sie hier:

Tauberbischofsheim/ Bad Mergentheim
Diakonisches Werk Main-Tauber-Kreis
Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Kirchweg 3
97941 Tauberbischofsheim
  

Carina Kuhn

Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
 
Buchen (im Odenwald) und Mosbach:
Diakonisches Werk im Neckar-Odenwald-Kreis
Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Dr. Konrad-Adenauer-Str. 1
74722 Buchen
  

Helga Carey

Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Mannheim, Rhein-Neckar Nord:
Stiftung Pro Kommunikation in Baden-Württemberg
Beratungsstelle für Menschen mit Hörbehinderung
Gesundheitstreffpunkt Mannheim
Max-Joseph-Str. 1
68167 Mannheim
  

Alisa Fenchel

Beratungsstelle für Menschen mit Hörbehinderung
06221-475214
Heidelberg, Rhein-Neckar Süd:
Diakonisches Werk Heidelberg
Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Karl-Ludwig-Straße 6
69117 Heidelberg
  

Tatjana Gingerich

Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Karlsruhe und Bruchsal:
Diakonisches Werk der Evang. Kirchenbezirke im Landkreis Karlsruhe
Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Wörthstr. 7
76646 Bruchsal
  

Michaela Schiller

Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Karlsruhe, Pforzheim und Bruchsal:
Diakonisches Werk der Evang. Kirchenbezirke im Landkreis Karlsruhe
Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Karlsruhe: GL-Zentrum, Im Jagdgrund 8
Pforzheim: Diakonisches Werk, Lindenstr. 93
Bruchsal: Diakonisches Werk, Wörthstr. 7
  

Stalina Martens

Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen
Rastatt, Offenburg und Freiburg:
Stiftung Pro Kommunikation in Baden-Württemberg
Beratungsstelle für gehörlose und schwerhörige Menschen
c/o Haus der Hörgeschädigten
Marie-Curie-Str. 5
  

Thomas Jerg

Beratungsstelle für gehörlose und schwerhörige Menschen
Freiburg (Stadt), Breisgau-Hochschwarzwald:
Stiftung St. Franziskus
Beratungsstelle für gehörlose und schwerhörige Menschen
Okenstr. 15
79108 Freiburg
  

Wolfgang Hug

Beratungsstelle für gehörlose und schwerhörige Menschen
0761 514476262
Schwarzwald-Baar, Lörrach, Waldshut, Singen und Konstanz:
Stiftung St. Franziskus
Beratungsstelle für gehörlose und schwerhörige Menschen
Okenstr. 15
79108 Freiburg
  

Bianca Schweitzer

Beratungsstelle für gehörlose und schwerhörige Menschen
 

Verdolmetschungen und Assistenzen bei Gottesdiensten und Andachten

Lassen wir doch alle teilhaben! Denken wir künftig bei Gottesdiensten und Andachten alle möglichen Kommunikations-Barrieren mit – und schaffen Lösungen. Der auf der Herbstsynode 2025 verabschiedete Aktionsplan Inklusion 2.0 sieht im Bereich Kommunikation vor, künftig Verdolmetschungen und Assistenzen bei Gottesdiensten und Andachten aus landeskirchlichen Mitteln zu finanzieren. Für die Jahre 2026 und 2027 stehen dafür finanzielle Mittel zur Verfügung. Machen Sie vor Ort davon reichlich Gebrauch, indem sie sehbehinderten, gehörlosen, taubblinden, schwerhörigen oder geistig eingeschränkten Menschen durch Verdolmetschungen und Assistenzen Verständnis- und Verständigungsbrücken bauen.
Beratung und Informationen:
Antragsformular:

Allgemeine Informationen

Sie wurden von einer gehörlosen Person um eine Amtshandlung gebeten?
Sie planen in Ihrer Kirchengemeinde oder auf landeskirchlicher Ebene eine Veranstaltung und möchten alle Gäste barrierefreier teilhaben lassen? Sie denken dabei zum Beispiel auch an gebärdensprachliche Menschen?
Dann finden Sie hier wertvolle und notwendige Informationen!
 
 

Wie kann ich gebärdensprachliche Menschen einbeziehen?

Damit gebärdensprachliche Menschen in vollem Umfang barrierefrei teilhaben können, ist der Einsatz von Dolmetscherinnen und Dolmetschern für Deutsche Gebärdensprache (DGS) oft unumgänglich. Sie sichern eine entspannte Atmosphäre und eine bestmögliche Verständigung zwischen lautsprachlichen und gebärdensprachlichen Menschen. Gedolmetscht wird simultan von deutscher Lautsprache in deutsche Gebärdensprache. Die Übersetzung kann spontan auch umgekehrt in Lautsprache erfolgen, wenn sich Gehörlose zu Wort melden.
Für die meisten Gehörlosen ist Gebärdensprache ihre Erstsprache. Auch andere hörgeschädigte Menschen kommunizieren gern unterstützend zur Lautsprache mit Gebärden. 
Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist eine visuell-manuelle Sprache. Gebärdensprache wird mit den Augen wahrgenommen und funktioniert ohne akustische Zeichen. Sie hat eine eigene Grammatik, die sich von der Grammatik deutscher Lautsprache grundsätzlich unterscheidet. Das Dolmetschen von Lautsprache in Gebärdensprache ist keine Wort-für-Wort-Übersetzung. Vielmehr koordiniert Gebärdensprache Gesten, Mimik und Körperbewegungen. So bringt sie zum Ausdruck, was Lautsprache akustisch verbal vermittelt.
 

Wer kann meine Veranstaltung in DGS verdolmetschen?

Nehmen Sie so früh als möglich Kontakt mit der zuständigen Gehörlosenseelsorgerin oder Gehörlosenseelsorger in Ihrer Nähe auf. Auch im Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige helfen wir Ihnen gern weiter beim Finden von geeigneten Dolmetscherinnen und Dolmetschern für Gebärdensprache. Wir unterstützen auch bei der Organisation und bei Fragen der Bezahlung eines Dolmetscheinsatzes.
 
An was muss ich im Vorfeld denken? 
Dolmetschen ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit und erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Fachwissen. Daher ist es unerlässlich, alle gesprochenen Texte schon vorab zur Kenntnis zu geben.
Die folgenden Merkblätter informieren über alle Punkte, die Sie beachten sollten.
 

Wie organisiere ich Amtshandlungen, an denen Gehörlose beteiligt sind?

Die Badische Landeskirche profitiert als Mitglied der EKD (= Evangelische Kirche in Deutschland) von folgender Regelung:
Wenn bei einer lautsprachlichen Taufe, Konfirmation, Trauung, oder Bestattung in einem evangelischen Gottesdienst eine simultane (= gleichzeitige) Übersetzung in Gebärdensprache nötig ist, wird dieser Einsatz vom Dachverband unterstützt. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge (DAFEG) übernimmt die Kosten. Den Dolmetsch-Einsatz muss das betroffene Gemeindeglied persönlich beantragen.
Den Einsatz selbst bestätigt die zuständige Pfarrerin oder der zuständige Pfarrer vor Ort. Bei der Antragsstellungen und der Suche nach einer dolmetschenden Person unterstützen die örtlichen Gehörlosenseelsorgerinnen und Gehörlosenseelsorger oder das Landespfarramt.
Mit diesem Formular kann der Einsatz von Gebärdensprach-Dolmetschenden für kirchliche Amtshandlungen beantragt werden:

Kontakt:

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige
Schröderstraße 101
69120 Heidelberg
deaf@ekiba.de
Tel: 06221-475342

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns!

  

Claudia Thoß

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Sekretariat
 
 
 
 

Sie sind selbst schwerhörig und wünschen sich ein besseres Hörerleben?
Sie planen in Ihrer Kirchengemeinde oder auf landeskirchlicher Ebene eine Veranstaltung mit barrierefreier Teilhabemöglichkeit für schwerhörige Menschen?
Sie möchten als Gemeinde offen sein für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen?
Oder: Sie haben vielleicht die Rückmeldung bekommen, dass Sie in Ihren Räumlichkeiten nicht gut genug verstanden werden? Dann finden Sie hier wertvolle und notwendige Informationen!

Verdolmetschungen und Assistenzen bei Gottesdiensten und Andachten

Lassen wir doch alle teilhaben! Denken wir künftig bei Gottesdiensten und Andachten alle möglichen Kommunikations-Barrieren mit – und schaffen Lösungen. Der auf der Herbstsynode 2025 verabschiedete Aktionsplan Inklusion 2.0 sieht im Bereich Kommunikation vor, künftig Verdolmetschungen und Assistenzen bei Gottesdiensten und Andachten aus landeskirchlichen Mitteln zu finanzieren. Für die Jahre 2026 und 2027 stehen dafür finanzielle Mittel zur Verfügung. Machen Sie vor Ort davon reichlich Gebrauch, indem sie sehbehinderten, gehörlosen, taubblinden, schwerhörigen oder geistig eingeschränkten Menschen durch Verdolmetschungen und Assistenzen Verständnis- und Verständigungsbrücken bauen.
Beratung und Informationen:
Antragsformular:
 
 

Wie wirkt sich Schwerhörigkeit aus?

Schwerhörigkeit ist an anderen Menschen nicht unmittelbar erkennbar. Manchmal verlieren Betroffene sehr langsam ihr Hörvermögen. Das ist vor allem bei Altersschwerhörigkeit zu beobachten. Manche Betroffene würden sich selbst gar nicht als schwerhörig einordnen.
Eins jedoch ist sicher: Schwerhörigkeit ist ein weitverbreitetes Phänomen - bei alten wie bei jungen Menschen. Und: Die Zahl der Menschen mit Hörproblemen nimmt laufend zu.
Manche von ihnen sind nur mittelgradig betroffen. Diese Personen tragen oft persönlich auf ihre Bedürfnisse angepasste Hörhilfen. Ihre erschwerten Voraussetzungen fallen daher im kirchlichen Kontext oft gar nicht auf.
Doch: Wer hochgradig schwerhörig ist oder unter wachsendem Verlust seines Hörvermögens leidet, fühlt sich oft ausgegrenzt.
 

Was bedeutet Schwerhörigkeit?

Gewöhnlich beginnt der Hörverlust im Bereich hoher Töne, wo ein großer Teil der Konsonanten gehört wird. Vokale und ein kleinerer Teil der Konsonanten (b, d, l, m, n) liegen eher im Tieftonbereich. Darum ist das Hören der Artikulation und das Sprachverständnis zunehmend erschwert.
Hörbeeinträchtigte verlieren außerdem die Fähigkeit, Nutzschall und Störschall zu unterscheiden. Deswegen wird z.B. in Kirchenräumen mit hallender Akustik das Hören des Gesprochenen erheblich erschwert.
Schwerhörige Menschen haben den Anspruch und das Bedürfnis gut zu verstehen. Auch sie wollen barrierefrei an Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen teilhaben.
Dafür sind optimal gestaltete technische Ausstattung, Raumakustik und gute Sichtverhältnisse entscheidende Voraussetzungen. Aber auch der direkte Blick auf die sprechende/singende Person hilft vielen schwerhörigen Menschen, die Botschaft besser zu verstehen. Mundbild, Mimik, natürlicher Redefluss, langsames und deutliches Sprechen, sowie Verwendung der "Einfachen Sprache" unterstützen das Verständnis.
Wo das berücksichtigt wird gilt: Wer gut hört und sieht, der fühlt sich zugehörig.
 

Wie kann "Hören in der Kirche" verbessert werden?

In fast jeder Kirche und in vielen Gemeindesälen gibt es eine Beschallungsanlage. Sie besteht aus einem oder mehreren Mikrophonen, einem Verstärker und einer beliebigen Anzahl von Lautsprechern.
Zur bestehenden Beschallungsanlage gibt es weitere technische Zusatzeinrichtungen.
Sie ermöglichen das Hören ohne bzw. mit erheblich geringeren Stör- und Nebengeräuschen. Davon profitieren besonders schwerhörige Menschen mit Hörgeräten.
Im Folgenden werden ergänzende Hörhilfen vorgestellt:
1. IndukTive Höranlagen
Induktive Höranlagen stellen das häufigste und wirkungsvollste technische Hilfsmittel dar.
Sie bestehen aus einem oder mehreren ringförmig im Boden oder auf der Empore verlegte Kabel und einem dazugehörigen Verstärker.
Letzterer ist mit der Mikrofonanlage verbunden.
Was das Mikrofon aufnimmt, wird mittels elektromagnetische Wellen an die Empfänger in Hörgeräten und CI‘s (Cochlea Implantat) übertragen. Dazu muss das Empfangsgerät individuell auf „T“ umgestellt werden.
Wo IndukTives Hören technisch und in der persönlichen Handhabung Schwerhöriger möglich ist, steigt die Zufriedenheit beim Hörerleben bei den meisten Nutzern deutlich.
In vielen Kirchen und Gemeindehäusern weisen Hinweisschilder auf Bereiche hin, in denen indukTives Hören möglich ist.
2. Bluetooth
Mit dem Aufkommen der Bluetooth-Technik kamen auch Hörhilfen auf den Markt.
Sie sind überwiegend in kabellosen Kopfhörern verbaut.
Leider sind viele Systeme mit dieser digitalen Übertragungstechnik sehr störanfällig. Auch die Reichweite ist sehr gering. Die Übertragung geschieht auch mit einer deutlichen zeitlichen Verzögerung. Das was man sieht und was man hört, passt daher für den*die Nutzer*in meist nicht zusammen. Und ein letzter Punkt: Die Übertragung muss jeweils individuell eingerichtet werden. Der Betreuungsaufwand ist daher hoch.
Aus all diesen genannten Gründen ist dieses System leider nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
3. FM-Anlage mit Induktionsempfängern und Kopfhörern oder Induktionsschlingen
FM-Anlagen übertragen das akustische Signal durch Funkwellen.
Das System wird schon viele Jahre lang anderweitig auch bei Konferenzen und Vorträgen genutzt. Allerdings sind diese Anlagen in der Anschaffung ziemlich teuer.
Eine ausführliche Einweisung in Funktionsweise und Handhabung sind dringend zu empfehlen.
 

Schriftdolmetschen für hochgradig Schwerhörige

Manchmal ist die Schwerhörigkeit so weit fortgeschritten, dass alle technischen Hilfsmittel versagen.
Aber selbst dann können Betroffene am kirchlichen Leben beteiligt werden:
Sofern sie Lesen können, sind Schriftdolmetscherinnen und Dolmetscher die ideale Wahl. Sie schreiben gleichzeitig alles mit, was im Raum von den Anwesenden gesprochen wird. Auf einem Bildschirm können Schwerhörige so alles nachvollziehen und darauf reagieren. Ein teilhaben und aktives mitgestalten ist wieder möglich.
Wenn Sie einen Schriftdolmetscher oder eine Schriftdolmetscherin suchen, nehmen Sie bitte rechtzeitig vor der Veranstaltung Kontakt zum Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige oder mit dem landeskirchlichen Beauftragten für Inklusion auf. Sie bekommen dann die Kontaktdaten der Schriftdolmetscherin bzw. des Schriftdolmetschers mitgeteilt.
Schriftdolmetschen ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit und erfordert ein hohes Maß an Konzentration. Bei Veranstaltungen von mehr als 1 Zeitstunde ist es üblich, dass sich zwei Dolmetschende abwechseln.
  

Herr André Paul Stöbener

Landeskirchlicher Beauftragter Inklusion und Evangelischer Blinden- und Sehbehindertendienst

Claudia Thoß

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Sekretariat
 

Wo finden Sie weiterführende Informationen zum Thema?

Zu baulichen Fragen und technischen Nachrüstungen kirchlicher Liegenschaften nehmen Sie Kontakt auf mit Ihrem Gebietsvertreter oder Ihrer Gebietsvertreterin beim Amt für Bau, Kunst und Umwelt im Evangelischen Oberkirchenrat.
Als Interessensvertretung für Schwerhörige im kirchlichen Kontext und für inhaltliche digitale Angebote fungiert auch der Dachverband der Evangelischen Schwerhörigenseelsorge in Deutschland (ESiD).
Hier finden Sie eine Selbstvorstellung als Video:
Über den Internetauftritt der ESiD finden Sie weitere interessante Veranstaltungen und thematische Impulse.
 

Dolmetsch- und Assistenzleistungen bei Gottesdiensten und Andachten
Der auf der Herbstsynode 2025 verabschiedete Aktionsplan Inklusion 2.0 sieht im Bereich Kommunikation vor, künftig Verdolmetschungen und Assistenzen bei Gottesdiensten und Andachten aus landeskirchlichen Mitteln zu finanzieren. Für die Jahre 2026 und 2027 stehen dafür finanzielle Mittel zur Verfügung. Machen Sie vor Ort davon reichlich Gebrauch, indem sie sehbehinderten, gehörlosen, taubblinden, schwerhörigen oder geistig eingeschränkten Menschen durch Verdolmetschungen und Assistenzen Verständnis- und Verständigungsbrücken bauen. Beratung und Informationen leisten aus dem Fachbereich Inklusion Bernhard Wielandt und André Stöbener.
Antragsformular:
Dolmetschen in Gebärdensprache bei Amtshandlungen/ Kasualien:
Unser Gewaltschutzkonzept:
Vorsorge für den Fall des Todes
Unser ökumenischer Gemeindebrief:
 
 
Aktuelle Jahresberichte der Sozialberatung für gehörlose und schwerhörige Menschen:
 
 
  

Bernhard Wielandt

Landespfarramt für Gehörlose und Schwerhörige – Landeskirchlicher Beauftragter