In fast jeder Kirche und in vielen Gemeindesälen gibt es eine Beschallungsanlage. Sie besteht aus einem oder mehreren Mikrophonen, einem Verstärker und einer beliebigen Anzahl von Lautsprechern.
Zur bestehenden Beschallungsanlage gibt es weitere technische Zusatzeinrichtungen.
Sie ermöglichen das Hören ohne bzw. mit erheblich geringeren Stör- und Nebengeräuschen. Davon profitieren besonders schwerhörige Menschen mit Hörgeräten.
Im Folgenden werden ergänzende Hörhilfen vorgestellt:
1. IndukTive Höranlagen
Induktive Höranlagen stellen das häufigste und wirkungsvollste technische Hilfsmittel dar.
Sie bestehen aus einem oder mehreren ringförmig im Boden oder auf der Empore verlegte Kabel und einem dazugehörigen Verstärker.
Letzterer ist mit der Mikrofonanlage verbunden.
Was das Mikrofon aufnimmt, wird mittels elektromagnetische Wellen an die Empfänger in Hörgeräten und CI‘s (Cochlea Implantat) übertragen. Dazu muss das Empfangsgerät individuell auf „T“ umgestellt werden.
Wo IndukTives Hören technisch und in der persönlichen Handhabung Schwerhöriger möglich ist, steigt die Zufriedenheit beim Hörerleben bei den meisten Nutzern deutlich.
In vielen Kirchen und Gemeindehäusern weisen Hinweisschilder auf Bereiche hin, in denen indukTives Hören möglich ist.
2. Bluetooth
Mit dem Aufkommen der Bluetooth-Technik kamen auch Hörhilfen auf den Markt.
Sie sind überwiegend in kabellosen Kopfhörern verbaut.
Leider sind viele Systeme mit dieser digitalen Übertragungstechnik sehr störanfällig. Auch die Reichweite ist sehr gering. Die Übertragung geschieht auch mit einer deutlichen zeitlichen Verzögerung. Das was man sieht und was man hört, passt daher für den*die Nutzer*in meist nicht zusammen. Und ein letzter Punkt: Die Übertragung muss jeweils individuell eingerichtet werden. Der Betreuungsaufwand ist daher hoch.
Aus all diesen genannten Gründen ist dieses System leider nicht uneingeschränkt zu empfehlen.
3. FM-Anlage mit Induktionsempfängern und Kopfhörern oder Induktionsschlingen
FM-Anlagen übertragen das akustische Signal durch Funkwellen.
Das System wird schon viele Jahre lang anderweitig auch bei Konferenzen und Vorträgen genutzt. Allerdings sind diese Anlagen in der Anschaffung ziemlich teuer.
Eine ausführliche Einweisung in Funktionsweise und Handhabung sind dringend zu empfehlen.